Rechtliches

Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)

Vertrag nach Art. 28 DSGVO für personenbezogene Daten, die Bravio im Auftrag seiner Kunden verarbeitet.

Stand: 2026-11-03

1. Parteien und Geltung

Dieser Vertrag gilt zwischen dem Kunden (Verantwortlicher) und Anastasios-Nikolaos Kosulin, Bravio (Auftragsverarbeiter). Er ist Teil der AGB und gilt, soweit Bravio personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet.

2. Gegenstand, Art und Zweck

Gegenstand: Erstellung, Speicherung und Veröffentlichung von Social-Media-Inhalten. Art: Erhebung von der Kunden-Website, Speicherung, KI-gestützte Erstellung und Bearbeitung, Veröffentlichung. Zweck: Erbringung des Bravio-Dienstes.

Dauer: Laufzeit der AGB zuzüglich der Löschfrist nach Ziffer 8.

3. Daten und betroffene Personen

Betroffene: Mitarbeiter und Vertreter des Kunden, Personen auf der Kunden-Website oder in hochgeladenem Material sowie Personen, die in veröffentlichten Inhalten erscheinen oder mit ihnen interagieren.

Daten: Namen, Bilder, Bildnisse, Stimmen, auf der Website sichtbare Kontaktdaten, Inhalte von Texten und Medien sowie Konto- und Nutzungsdaten der Nutzer des Kunden. Bravio verarbeitet nicht gezielt besondere Kategorien (Art. 9 DSGVO) und erstellt keine biometrischen Vorlagen.

4. Weisungen

Bravio verarbeitet die Daten nur auf dokumentierte Weisung des Kunden. Weisungen sind die AGB und die Einstellungen des Kunden in Bravio (etwa automatische Veröffentlichung). Bravio informiert den Kunden, wenn eine Weisung nach seiner Auffassung gegen Datenschutzrecht verstößt.

5. Vertraulichkeit und Sicherheit

Zur Verarbeitung befugte Personen sind zur Vertraulichkeit verpflichtet. Bravio trifft geeignete technische und organisatorische Maßnahmen (Art. 32 DSGVO), insbesondere: verschlüsselte Übertragung (TLS); privater Speicher ohne öffentliche Links; Zugriff nur nach Anmeldung und nur auf eigene Daten; Administratorzugriff nur durch den Betreiber; Trennung der Kundendaten nach Konto; regelmäßige Sicherungen durch den Datenbankanbieter; Zugangsschlüssel nur serverseitig; zeitnahe Sicherheitsupdates.

6. Unterauftragsverarbeiter

Der Kunde genehmigt die im Dashboard unter Einstellungen genannten Anbieter (die Seite Unterauftragsverarbeiter zeigt ihre Arten). Bravio informiert Kunden mindestens 14 Tage vor dem Hinzufügen oder Ersetzen per E-Mail; der Kunde kann aus wichtigem Grund widersprechen und, wenn keine Lösung gefunden wird, den betroffenen Dienst kündigen. Bravio verpflichtet jeden Unterauftragsverarbeiter auf gleichwertigen Datenschutz und sorgt bei Übermittlungen außerhalb der EU/des EWR für eine Garantie nach Art. 44 ff. DSGVO.

7. Unterstützung

Bravio unterstützt den Kunden bei Betroffenenanfragen, Sicherheit, Meldungen von Datenschutzverletzungen, Datenschutz-Folgenabschätzungen und Konsultationen (Art. 32 bis 36 DSGVO), soweit es die Art der Verarbeitung zulässt. Bravio informiert den Kunden unverzüglich, spätestens innerhalb von 48 Stunden, nachdem ihm eine Verletzung des Schutzes von Kundendaten bekannt wird.

8. Löschung und Rückgabe

Nach Vertragsende löscht Bravio Kundendaten innerhalb von 30 Tagen, soweit keine gesetzliche Aufbewahrungspflicht besteht. Der Kunde kann Inhalte vorher exportieren. Sicherungen laufen innerhalb weiterer 30 Tage aus.

9. Kontrollen

Bravio stellt die zum Nachweis der Pflichten aus Art. 28 DSGVO nötigen Informationen bereit und ermöglicht Überprüfungen durch den Kunden oder einen zur Verschwiegenheit verpflichteten Prüfer nach angemessener Ankündigung, in der Regel einmal jährlich und auf Kosten des Kunden.

10. Vorrang

Bei Widersprüchen geht dieser Vertrag in Datenschutzfragen den AGB vor. Es gilt deutsches Recht.